Kaputte
Männer machen die Welt kaputt! In
vielen Pfadfindergruppen ist Religion oft eine Sache der Profis und der Frauen.
Religion
ist nichts für richtige Männer, denn: Selbst ist der Mann! Auch
in Pfadfindergruppen ist Religion oft eine Sache der Profis und der Frauen. Aber
wer sich nur auf sich selbst verlässt, ist von allen anderen verlassen. Solche
Männer stehen an der Wand, agieren letztlich hilflos und panisch. Sie sind
nicht mehr durchlässig für etwas Größeres. Sie müssen
sich den Glauben an sich selbst ständig beweisen, verlieren Ziele und Auftrag,
rotieren nur um die eigene Achse und erstarren innerlich. Sie machen sich kaputt
und letztlich machen kaputte Männer auch die Welt kaputt. Männer
glauben anders, Frauen auch. Zugegeben:
Die katholischen Männerkirche hat ein Problem mit männlicher
Spiritualität und auch damit, Männlichkeit ernst zu nehmen. Männer
glauben anders, Frauen auch. Sie haben nicht andere Glaubensinhalte, aber Zugang
und Ausdruck des Glaubens können durchaus verschieden sein. Kraft und Aggression,
die ein Teil des Mannseins sind, können etwas weiterbringen und Klarheit
schaffen, werden kirchlich aber vielfach als destruktiv gesehen. Männer suchen
weniger die Beheimatung als vielmehr Herausforderung und Aufgabe. König,
Krieger, Magier und Liebhaber In
der spirituellen Männerarbeit der letzten Jahre ging es viel um die vier
männlichen Archetypen: den König, den Krieger, den Magier und den Liebhaber.
Sie sollen gleichsam positive Bilder des Mannsein sein (dazu gibt es aber auch
die jeweiligen Schattenmuster). Jesus war archetypisch gesehen vor allem Krieger
und Liebhaber und das in einer unvergleichbaren Kombination: Er wäscht den
Leuten den Kopf und die Füße. Spirituelle
Erfahrungen für Burschen und Männer So
sehe ich in der Pfadfinderbewegung, wo Aufgaben und Herausforderung eine Rolle
spielen, auch einen Ort wo Burschen und Männer spirituelle Erfahrungen machen
können. Es fehlt bei manchen Aktionen vielleicht nur am spirituell deutenden
Wort. Ich erinnere mich gern an eine CaEx-Wanderung im Astner Moos, bei der die
Mittagspause, dank eines deutenden Satzes, als spirituelles Erlebnis erkannt wurde. Deine
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